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Politik und Gesellschaft
 
Do, 22.02.2018, 18.30 Uhr, Audimax der Universität Bayreuth, Universitätsstr. 30, 95448 Bayreuth
 
 Wege in eine klimaverträgliche Wirtschaft
 Niko Paech live
 
Prof. Dr. Niko Paech (Foto: Tristan Vankann)
 
 Niko Paech ist einer der gefragtesten Redner und großen Vordenker/innen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit. Sein Weg dabei beruht auf fünf Schritten, die sich auf einen "Wandel von Lebensstilen, Versorgungsmustern, Produktionsweisen und auf institutionelle Innovationen im Bereich des Umgangs mit Geld und Boden beziehen" (Zitat Niko Paech). Zusammengefasst wird dies oft unter dem Begriff "Postwachstumsökonomie".

Für die einen stellt er damit die funktionierende Wirtschaftswelt auf den Kopf und wird sehr kritisch gesehen. Für die anderen zeigt er damit Visionen und Konsequenzen auf, die die Welt nachhaltig erhalten werden.

Denn Klimaschutz kann nur gelingen, wenn wir unser Konsum- und Mobilitätsverhalten, ja selbst unsere Ernährungsgewohnheiten deutlich verändern. Auch unser auf immer mehr Wachstum ausgerichtetes Wirtschaftssystem muss kritisch hinterfragt werden. Könnte "Grünes Wachstum" die Lösung sein oder ist auch dies nur eine Illusion? Sind unser hoher Lebensstandard und liebgewonnene Gewohnheiten wie Urlaubsreisen auch klimaverträglich zu haben? Oder wäre konsequenter Klimaschutz mit einem Rückfall in die Steinzeit verbunden?

Nico Paech ist ein wichtiger Vertreter der Postwachstumsökonomie und hat Ideen entwickelt, wie die Transformation einer globalisierten wachstumsorientierten Welt, in der "die Märkte" alles bestimmen, hin zu einer klimaverträglichen Postwachstumsökonomie gelingen könnte.

Paech war von 2008 bis 2016 Professor am Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Universität Oldenburg. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem im Bereich der Umweltökonomie, der Ökologischen Ökonomie und der Nachhaltigkeitsforschung. Paech ist ein Quer- und Vordenker, dessen Ideen bei vielen Vertretern der Wirtschaft anecken. Für die einen ist er, schreibt die ZEIT, "Ikone, weil er vordenkt, wie eine Welt ohne Wirtschaftswachstum funktionieren könnte: mit Menschen, die nur 20 Stunden in der Woche arbeiten, die weniger konsumieren, ihre Lebensmittel selbst anbauen und kaum noch reisen. Er lebt seine Vision so gut es geht vor, hat kein Auto, fliegt nicht, isst vegetarisch . Für viele klassische Ökonomen ist Paech dagegen ein Spinner. Einer, der sich mit seiner Radikalität in den Medien Gehör verschafft hat, dessen Vorstellungen sie aber für unrealistisch halten und dessen Methoden wissenschaftlichen Kriterien nicht genügen. Ein verkappter Aktivist, der den Leuten vorschreiben will, wie sie zu leben haben." (Die ZEIT, 23.3.2017)

Fakt ist jedoch, dass der Wandel des Wirtschaftssystems unausweichlich ist. Denn die Kehrseite der Wachstumswirtschaft, die den Industriestaaten hohen Wohlstand beschert hat, sind der Raubbau an Ressourcen, die Zerstörung von Lebensraum sowie die Verschmutzung von Flüssen, Meeren und der Atmosphäre.
 
Referent: Prof. Dr. Niko Paech, Volkswirt, Umweltökonom, Siegen, Niko Paech bei Wikipedia
Kosten: Eintritt frei, Spenden erwünscht
Hinweis: Gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Kooperation: Klimaschutzmanagement des Landkreises Bayreuth bioenergieRegion; Abteilung Stadt- und Regionalentwicklung der Universität Bayreuth
  
 für Blinde oder Sehbehinderte geeignet
 
 
 
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